Prozessbeispiel - OP-Prozess

Der OP ist der kostenintensivste Funktionsbereich eines Krankenhauses. Hier wird entschieden, ob eine Klinik wirtschaftlich arbeitet oder nicht. Um teuren Leerlauf oder Überstunden zu vermeiden, ist es u.a. notwendig, dass Patiententransportdienst und OP-Team optimal aufeinander abgestimmt arbeiten. Verzögerungen und Unstimmigkeiten im Abruf oder Transport führen zu signifikanten Störungen im Prozessablauf und dadurch zu Effizienzverlust.
Aufgabenstellung:

Die OP-Teams des Kunden sollen den jeweils nächsten Patienten, 20 Minuten vor Naht des Aktuellen anfordern, damit er rechtzeitig an der Schleuse ist. Ist der Patient angefordert, wird er vom Transportdienst über die Schleuse in die Holding-Area gebracht.

Trotz dieses SOLL-Vorgehens, kam es im OP des Kunden regelmäßig zu Verzögerungen im Ablauf, da der nächste Patient im Saal fehlte.

Dabei war unklar, ob die OP-Teams durch verspätetes Abrufen oder der Transportdienst durch mangelnde Leistung diesen Missstand verursachten. Ziel des Projekts war es herauszufinden, wer für die Verspätungen verantwortlich ist und zu analysieren wie diese zustande kommen.
 
Datenquelle:

Hauptdatenquelle ist das Krankenhausinforma-tionssystem Cerner medico. Hinzu kommen Daten aus dem Dynamed Logbuch.

Realisierung:

Es wurde der Teilprozess mit den Prozessschritten „Abruf des Patienten aus OP“, „Annahme Auftrag durch Transportdienst“, „Beginn des Transports“ usw. bis „Einschleusen“ im Celonis Pathfinder abgebildet und in Relation zum Zeitpunkt „Naht des Vorpatienten“ gesetzt. Dazu wurden die entsprechenden Zeitstempel aus dem Krankenhausinformationssystem und der vom Transportdienst genutzten Logistiklösung ausgelesen und im Celonis Pathfinder als Prozess dargestellt und analysiert.

Ergebnisse:

Sowohl das OP-Team als auch der Transportdienst sind für Verspätungen verantwortlich Klares Muster bei Abrufverhalten: Vormittags zuverlässig, ab mittags schlampig Muster bei Transportdienst: Mittwochs und freitags deutlich langsamer als an übrigen Tagen Ursache: Mittwochs und freitags deutlich höhere Arbeitsbelastung je Mitarbeiter

Maßnahmen:

OP-Teams am Nachmittag werden verstärkt auf Bedeutung des pünktlichen Abrufs hingewiesen, Umstellung Personalplan, Transportdienst, Laufende Erfolgskontrolle
   
   
Weitere Analysen:

Wechselzeiten, OP-Pünktlichkeit, OP-Auslastung, OP-Standardreporting, OP-Stabilität, Dokumentationsfehler, u.v.m.
   

 

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